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Welcher Arzt verschreibt Pregabalin?

Pregabalin ist ein Medikament, welches vorwiegend gegen Epilepsie, Nervenschmerzen sowie Angststörungen verordnet wird. Es heftet sich dabei an die Purkinje-Zellen des Kleinhirns.

Der Wirkstoff ist in den Medikamenten Lyrica, Pregabador, PregabaHexal, Pregabalin beta oder anderen Pregabalin Generika erhätlich.

Verschrieben wird das Medikament zwar auch vom Hausarzt, doch eher vom Neurologen sowie Psychotherapeuten. Allerdings ist auch die Anfrage von Pregabalin per Online-Rezept möglich.

Welche Ärzte sind für Pregabalin die richtige Adresse?

Es ist nicht erlaubt Pregabalin ohne Rezept zu erwerben, weshalb  vorher ein Arzt konsultiert werden muss. Zwar kann auch der Hausarzt das Medikament verschreiben, doch gezieltere Diagnosen kann der Facharzt durchführen.

Es gibt zwei Fachärzte, die Pregabalin verschreiben und sich zugleich mit den Krankheitsbildern beschäftigen, welche vom Medikament behandelt werden.

Neurologe für Pregabalin

Auf der einen Seite hat man den Facharzt für die Neurologie, kurz als Neurologe bezeichnet.

Er ist ein Spezialist für epileptische Anfälle und Epilepsie, welche häufig mit Pregabalin behandelt werden. Darüber hinaus kann er bei neuropathischen Schmerzen helfen. Er ist von der Diagnose bis zur späteren Therapie für die Patienten da. Sollte Pregabalin allein nicht wirken, kann noch ein Facharzt für Neurochirurgie hinzugezogen werden. Das ist aber abhängig vom Krankheitsbild. In generalisierten Fällen reicht der Neurologe vollkommen aus.

Psychotherapeute für Pregabalin

Auf der anderen Seite hat man einen Psychotherapeuten.

Der Grund ist, dass Pregabalin auch bei Angststörungen verabreicht wird, wie anhaltender Angst. In einem Untersuchungsgespräch wird festgestellt, ob eine Behandlung mit dem Medikament sinnvoll ist. Immerhin kann schon ein Gespräch in manchen Situationen kleine Wunder wirken. In den meisten Fällen wird Pregabalin gemeinsam mit einer Therapie verschrieben, damit die Angststörung von allen Seiten behandelt wird.

Pregabalin auch auf Online-Rezept?

Möchten Patienten für ein Folgerezept nicht erneut den Arzt aufsuchen, kann auch ein Folgerezept für Pregabalin über das Intenret beantragt werden. Erst, wenn ein Arzt das notwendige Rezept online ausgestellt hat, kann der Versand in die Wege geleitet werden.

Wofür wird Pregabalin verwendet?

Es gibt viele Anwendungsgebiete, doch die drei wichtigsten sind neuropathische Schmerzen, Epilepsie sowie Angststörungen.

Ob Pregabalin verabreicht werden muss, hängt natürlich immer von der Schwere der Erkrankung ab. Außerhalb dieser zugelassenen Anwendungsgebiete gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, wie zur Linderung von Entzugssymptomen bei Opiatabhängigkeit oder auch bei Beschwerden des Restless-Legs-Syndroms. In den meisten Fällen nimmt man Pregabalin über einen längeren Zeitraum ein, jedoch sollte immer wieder kontrolliert werden, ob das Medikament noch notwendig ist. Gerade, wenn die Krankheit stark abklingt, benötigt man Pregabalin meist nicht mehr.

Wie wird Pregabalin eingenommen?

Die herkömmliche Einnahmeform sind Tabletten. Kann der Patient keine Tabletten schlucken oder er wird über eine Sonde ernährt, gibt es das Medikament auch als Trinklösung. Je nach Erkrankung sowie Schwere der Krankheit werden zwischen 150 und 600 Milligramm Pregabalin pro Tag eingenommen. Jedoch nicht in einer Dosis, sondern die Menge wird auf zwei bis drei Einzeldosen verteilt.

Oftmals ist es so, dass mit einer niedrigen Dosierung begonnen wird. Wochenweise nimmt die Dosierung zu, je nach ärztlichem Ermessen. Ähnlich sieht es beim Absetzen von Pregabalin aus.

Zunächst sollte man sich mit seinem Arzt beraten und anschließend das Medikament stufenweise absetzen, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wie wirkt Pregabalin?

Pregabalin ist ein relativ neuer Wirkstoff und Laien könnten meinen, dass das Medikament für vollkommen unterschiedliche Krankheiten eingesetzt wird.

Auf dem ersten Blick ist das korrekt, doch versteht man die Wirkungsweise, versteht man auch, weshalb Pregabalin so vielfältig ist. Der Wirkstoff Pregabalin wirkt dabei gezielt auf das Kleinhirn. Um genau zu sein auf die sogenannten Purkinje-Zellen. Dabei setzt sich der Wirkstoff an die Eintrittsstelle für Calcium und verhindert, dass zu viel Calcium von den Zellen aufgenommen wird. Das drosselt wiederum die Aktivität, was dazu führt, dass weniger Botenstoffe ausgeschüttet werden. Darunter auch Glutamat, Noradrenalin und Substanz P. Beispielsweise gilt Noradrenalin als Stressbotenstoff, während Substanz P für die Schmerzübertragung zuständig ist.

Welche Nebenwirkungen könnten auftreten?

Es gibt einige Nebenwirkungen, die auftreten könnten. Bei etwas mehr als zehn Prozent der Patienten kommt es zu Schläfrigkeit, Kopfschmerzen sowie Benommenheit.

Einige ungewöhnlichere Nebenwirkungen sind Entzündungen des Nasen-Rachen-Raums, gesteigerter Appetit, zunehmende Stimmung, Verwirrung, Schwindel, Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme, verringerte Libido, Reizbarkeit, Missempfindungen, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Koordinations- und Bewegungsstörungen, Gedächtnisstörungen, Krämpfe, Verdauungsstörungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.

Jene treten bei etwa einem von zehn bis hundert Patienten auf. Zu Wechselwirkungen kommt es hingegen kaum. Viele weitere Informationen sind auf der Apotheken Umschau zu finden.

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Pregabalin - Pro und Contra

Jedes Medikament hat seine Vor- und Nachteile. 

Pregabalin gilt grundlegend als ein hilfreiches Medikament für Epilepsie, Nervenschmerzen sowie Angststörungen. Über einen Neurologen oder Psychotherapeuten kann das Medikament verschrieben werden.

Zwar ist der Wirkstoff relativ neu, doch bereits heute wird die Wirkung von vielen Patienten als positiv bestätigt. Es können sehr gute Ergebnisse erzielt werden, sodass sich die Angst komplett auflöst oder die Krämpfe nachlassen können.

Es gibt aber auch einige Nachteile zu beachten, angefangen damit, dass es sich beim Pregabalin nicht um eine Soforthilfe handelt.

Das bedeutet, dass nicht direkt nach der Einnahme eine Besserung zu bemerken ist. Erst nach etwa einer Woche beginnt die Wirkung sich zu entfalten und Patienten berichten von positiven Effekten.

Ein weiteres Thema sind die Nebenwirkungen, welche sich aktuell laut Erfahrungsberichten jedoch in Grenzen halten. Häufiger kommt es zu Schläfrigkeit, Kopfschmerzen oder Benommenheit. Nur selten leiden Patienten unter ernsthaften Nebenwirkungen.

Ein zusätzlicher Nachteil ist, dass  Pregabalin meist nur vom Facharzt verschrieben wird. Der Hausarzt verschreibt die Patienten häufig an  einen Neurologen oder Psychotherapeuten. Für Folgerezepte kann auch ein Online Rezept für Pregabalin angefragt werden.

Quellen:

  1. Pregabalin für chronische neuropathische Schmerzen bei Erwachsenen – https://www.cochrane.org
  2. Pregabalin – PharmaWiki
  3. Pregabalin: Wirkung, Anwendungsgebiete, Nebenwirkungen … – https://www.netdoktor.de
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